Versicherungsbetrug

Versicherungsbetrug gilt bei vielen Deutschen als Kavaliersdelikt. Häufig ist zu hören, man habe jahrelang Versicherungsbeiträge entrichtet und wolle nun auch einmal davon profitieren. Das Unrechtsbewusstsein ist bei solchen Delikten nur gering ausgeprägt.

Ein weiteres Motiv für Versicherungsbetrug in Deutschland ist eine Folge der hierzulande üblichen Schadensabrechnung: Die fiktive Abrechnung der Reparatur eines Pkw verleitet zu überhöhten Angaben und damit zum Versicherungsbetrug. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) schätzt, dass jährlich mehrere Milliarden Euro zu Unrecht bei den Kraftfahrzeughaftpflichtversicherungen geltend gemacht werden.

Die Analyse eines vermuteten Versicherungsbetruges muss sehr sorgfältig und gründlich erfolgen. Denn der oft leichtfertig erhobene Vorwurf „Die Schäden passen nicht zueinander“ kann erhebliche Konsequenzen für den Betroffenen haben.

Wenn es sich um einen echten Unfall handelt und die Anschuldigung zu Unrecht erfolgte, wird sich der Betroffene mit allen Mitteln dagegen zur Wehr setzen.