Ladungssicherung

Die Ladung ist auf einem Fahrzeug so zu sichern, dass sie im normalen Fahrbetrieb weder verrutschen noch herabfallen kann. Auch eine Vollbremsung oder ein Ausweichmanöver zählt nach § 22 StVO (Änderung vom 01.01.2006) zu den Belastungen im üblichen Fahrbetrieb.

Wie in der VDI-Richtlinie 2700 ff. (anerkannte Regel der Technik) dargelegt, kann bei einer Vollbremsung auf die Fracht eine Kraft wirken, die 80 % der Gewichtskraft entspricht, bei einem Ausweichmanöver immerhin noch 50 %.

Diese Massenträgheitskräfte sind durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen aufzufangen.

Bei einem Verkehrsordnungswidrigkeitsverfahren kann der Sachverständige die Ladungssicherungsmaßnahmen überprüfen, indem er die wirkenden Kräfte berechnet.

Dazu werden genaue Angaben über die technischen Eigenschaften der eingesetzten Ladungssicherungsmittel (Festigkeit des Fahrzeugaufbaus, Zurrgurte mit Ratsche, Antirutschmatten etc.) herangezogen.